Ortahisar |
.... ist ein kleines Städtchen, dass südlich
der Straße zwischen Nevsehir und Ürgüp liegt. Obwohl der Ort nur geringe touristische Strukturen
aufweist, tobt hier das Leben. Die ganze Stadt scheint hier im
Zentrum auf den Beinen zu sein und die Teehäuser und Gärten am Hauptplatz quellen über von Männern
beim Kartenspielen und Palavern. Gegenüber der Touristinformation
liegt schattig und ruhig der schönste Teegarten des Ortes am Fuße des Kale. Auch Ortahisar besitzt wie
Uchisar einen großen durchlöcherten Felsen, der schon von weitem
zu sehen ist. Ortahisar bedeutet Mittelburg, und anders als bei seinem Gegenstück in Uchisar kann man hier den
Eindruck einer Burg besser erleben. Der Felsen hier ist zwar
etwas kleiner und die Aussicht ist nicht gar so weit, da er tiefer liegt, aber das Besteigen ist wesentlich spannender.
Hier kann man einen guten Einblick erhalten, wie es gewesen sein muss, nicht nur in und auf, sondern auch mit dem
Felsen zu leben. Der Aufstieg ist nur etwas für
trittsichere Leute und schwindelfrei sollte man hier auch sein. Mehrere steile Metalleitern führen durch enge
Öffnungen hinauf, und ab und an geht es nahe am Abgrund
vorbei zum nächsten Aufstieg, wobei die Metallgeländer nicht gerade ein Gefühl von Sicherheit
vermitteln. Ein grandioser Ausblick über den Ort und seine Umgebung entlohnen
für so manches Kniezittern beim Aufstieg.
Seit Neustem gibt es im Ort ein kleines privat initiiertes Volkskundemuseum, gegenüber der Moschee gelegen.
Anhand von figürlichen Darstellungen in Originalgröße und
ausgestattet mit den alltäglichen Gegenständen aus vortouristischer Zeit, werden Szenen aus dem
traditionellen kappadokischen Leben gezeigt. Diese liebevoll ausgestatteten
Diaporamen werden auch ausführlich auf deutsch erklärt. Das Eintrittsgeld von 2 TL ist hier sinnvoll
angelegt. Und lassen Sie sich nicht davon abschrecken erst ein Restaurant
durchqueren zu müssen, denn beide Einrichtungen werden vom selben Besitzer betrieben.

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